Lexikon der Neurowissenschaft

Scheitellappen

Einsteins Gehirn:

Wie sieht das Gehirn eines Genies aus? Auf der Suche nach Besonderheiten des Gehirns von Albert Einstein wurden einige seiner Strukturen vermessen und mit "normalen" Hirnen verglichen. Einsteins Gehirn besitzt danach ungewöhnlich große Scheitellappen, die dafür verantwortlich sind, daß der Physiker über ein recht rundes Hirn verfügte, welches außerdem dadurch gut 15% voluminöser war als bei den meisten Menschen. Modernen bildgebenden Verfahren zufolge spielen die Scheitellappen eine entscheidende Rolle beim räumlichen Vorstellungsvermögen und beim mathematischen Denken. Eine vergrößerte Hirnregion bewirkt wahrscheinlich auch, daß der betreffende Mensch Aufgaben, die dort verarbeitet werden, besonders gut lösen kann. Eine weitere wichtige Besonderheit von Einsteins Gehirn ist, daß der untere Bereich des Scheitellappens nicht durch eine große Furche geteilt ist. Dies ist weder in den untersuchten Kontrollgehirnen, noch in den in anatomischen Atlanten dargestellten Gehirnen zu finden.

[Drucken] [Fenster schliessen]