Lexikon der Neurowissenschaft

Schlaf

Schlafentzug hat auf viele Tiere und den Menschen verheerende Folgen für das Gedächtnis. Besonders Fertigkeiten, die kurz vor dem Einschlafen erlernt wurden, sind davon betroffen. Am stärksten wirkt sich eine Unterbrechung in der REM-Phase auf das Gedächtnis des Menschen aus. Es konnte gezeigt werden, daß im Schlaf neuronale Erregungsmuster wiederholt werden, die kurz zuvor im Gehirn z.B. beim Erwerb neuer Fähigkeiten oder bei der Aufnahme neuer Eindrücke entstanden. Diese Wiederholungen von neuronalen Erregungsmustern sorgen vermutlich dafür, daß neue Informationen dauerhafter gespeichert werden.

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