Lexikon der Neurowissenschaft

Sensillen

Primär unabhängig von ihren Funktionen hat man schon früh eine Terminologie entwickelt, die sich vorwiegend an der Form der cuticulären Apparate orientiert. Danach unterscheidet man Sensillum trichodeum (lange Haarsensille, Fadenhaar-Sensillum), Sensillum basiconicum (kurze Haarsensille, Riechkegel), Sensillum coeloconicum (Grubenkegel), Sensillum styloconicum, Sensillum chaeticum (kurze, dickwandige Haarsensille, Borstensensillum), Sensillum placodeum (Porenplatte), Sensillum ampullaceum (Sinnesflasche) und Sensillum campaniformium (campaniformes Sensillum). Eine Sonderform der Sensillen stellen die bei Schmetterlingen auf den Flügeln vorkommenden Sensilla squamiformia (Sinnesschuppen) dar, bei denen es sich lediglich um spitz zulaufende Schuppen handelt. Heute wählt man jedoch sinnvollerweise eine Einteilung nach der Modalität der perzipierten Reize und den damit korrelierten Feinstrukturen. Dies gilt auch für den cuticulären Apparat im Bereich des Außensegments der Dendriten und das Außensegment selbst, die modalitätsspezifische Differenzierungen aufweisen.

[Drucken] [Fenster schliessen]