{"title":"Shaker: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Shaker<\/STRONG>\n<P>Aus dem Prim&#228;rtranskript des Shaker-Gens entstehen nach <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/469'>alternativem Splei&#223;en<\/A> mindestens f&#252;nf verschiedene Polypeptide, die im Xenopus-Oocyten-Expressionssystem - vermutlich als Homotetramere - K<SUP>+<\/SUP>-Kan&#228;le bilden. Diese sind unterschiedlich spannungsabh&#228;ngig und transportieren in verschiedenem Ausma&#223; K<SUP>+<\/SUP>-Ionen. Aus diesem Grund k&#246;nnen in einzelnen Neuronen wegen der unterschiedlichen Expression des Shaker-Gens verschiedene Aktionspotentiale entstehen. Dar&#252;ber hinaus wurden bei <I>Drosophila<\/I> noch drei weitere, zum Shaker-Gen homologe Gene gefunden: <I>Shal<\/I>, <I>Shaw<\/I> und <I>Shab<\/I>. W&#228;hrend Shaker und Shal f&#252;r K<SUP>+<\/SUP>-Str&#246;me vom A-Typ verantwortlich sind, codieren Shaw und Shab f&#252;r verz&#246;gert gleichrichtende K<SUP>+<\/SUP>-Kan&#228;le (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/6357'>Kaliumkan&#228;le<\/A>). Im Unterschied zu <I>Drosophila<\/I> wird bei S&#228;ugern die Vielfalt der m&#246;glichen K<SUP>+<\/SUP>-Kan&#228;le nicht durch alternatives Splei&#223;en erreicht, sondern es liegen jeweils mehrere, zu einer Unterfamilie geh&#246;rende Gene vor. Bei der Maus kennt man 12 Shaker-Gene, 4 Shaw-Gene, 2 Shal-Gene und 1 Shab-Gen. Auch bei Mollusken wurden Gene dieser vier Unterfamilien gefunden.<\/P>"}