{"title":"Xenopus: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Xenopus<\/STRONG>\n<P>Das <I>Xenopus-Oocyten-Expressionssystem<\/I> ist ein Translationssystem aus intakten Oocyten, in die eine gew&#252;nschte exogene mRNA injiziert wird. Im Gegensatz zu den endogenen mRNAs, die durch Proteinfaktoren blockiert sind, wird die exogene mRNA mit hoher Effizienz translatiert. Zum Nachweis des Produkts werden radioaktiv markierte Aminos&#228;uren ebenfalls injiziert oder einfach ins Medium gegeben und die synthetisierten Proteine durch Gelelektrophorese und <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/1166'>Autoradiographie<\/A> identifiziert. Ein Beispiel ist die Expression eines Membrankanalproteins, z.B. eines <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/6225'>Ionenkanals<\/A>, einer Ionenpumpe oder eines gap-junction-Kanals (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/2375'>Connexon<\/A>), in einer Zelle, die normalerweise das betreffende Protein nicht besitzt. Zun&#228;chst wird die f&#252;r das zu untersuchende Kanalprotein spezifische mRNA in einem zellfreien System durch Transkription des klonierten Gens in ausreichender Menge hergestellt. Man kann aber auch von einer mRNA-Mischung ausgehen, die direkt aus entsprechenden Geweben pr&#228;pariert wurde. Dann wird eine follikul&#228;re Oocyte mit Kollagenase behandelt, um die umgebenden Follikelepithelzellen zu entfernen, so da&#223; schlie&#223;lich die Oocyte freigelegt ist. Nach Mikroinjektion der mRNA und anschlie&#223;ender Inkubation k&#246;nnen die Eigenschaften des entstandenen Kanalproteins z.B. mit der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/9600'>patch clamp<\/A>-Methode analysiert werden. <\/P>"}