Lexikon der Neurowissenschaft

Catecholamine

Unter- bzw. Überfunktionszustände im Catecholaminstoffwechsel:

Bei den Unterfunktionszuständen handelt es sich um seltene Erkrankungen. Der totale Ausfall des Nebennierenmarks hat keine klinische Auswirkung, Adrenalin wird dann von extraadrenalem chromaffinem Gewebe verstärkt gebildet. Therapeutische Konsequenzen haben dagegen die Überfunktionszustände. Die Bestimmung der Catecholamine und ihrer Abbauprodukte ist für die Diagnostik von Tumoren des sympathoadrenalen Systems von großer Bedeutung. Die erhöhte Freisetzung von Catecholaminen durch solche Tumore führt zu einer erhöhten Konzentration im Plasma und zu einer erhöhten Ausscheidung im Urin.

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