Lexikon der Neurowissenschaft

Cholesterin

Mäuse ohne funktionierendes Shh-Gen (sonic hedgehog) zeigen neben Entwicklungsstörungen der Skelettausbildung und des Neuralrohrs äußere Defekte im Prozeß der Ausbildung der Augen und des Nasenbereichs (Unfähigkeit zur Ausbildung bilateraler Strukturen). Die Geburt zyklopischer Lämmer in den frühen 1960iger Jahren wird auf die kalifornische Kornlilie zurückgeführt, die die Mutterschafe gefressen hatten. Diese Pflanze enthält Toxine, die vermutlich die Bewegung des Cholesterins in der Zelle und damit die Erkennung des Shh-Signalproteins stören. Beim Menschen kennt man derartige Mißbildungen des Gesichts unter dem Begriff Holoprosencephalie.

[Drucken] [Fenster schliessen]