Lexikon der Neurowissenschaft

Enkephaline

enkephalinerge Neurone:

Besondere Bedeutung haben Enkephalin-produzierende Zellen im Rückenmark, wo sie unter Bildung axoaxonaler Synapsen den Substanz-P-Synapsen (Substanz P) präsynaptisch anliegen und dadurch schmerzhemmend wirken können. Eine Anhäufung enkephalinerger Neurone befindet sich im zentralen (Höhlen-)Grau um den Aquaeductus Sylvii des Mesencephalons, das sich bis in das periventrikuläre Grau des Diencephalons erstreckt (periaquäduktales Grau). Stimulierung dieser Region führt zur Schmerzhemmung. Tracerstudien ergaben, daß es sich hierbei vor allem um absteigende Bahnen zu medullären Nucleus reticularis-Anteilen, zum Nucleus raphe magnus und zum Nucleus reticularis paragigantocellularis sowie um aufsteigende Bahnen zu intralaminären Thalamuskernen handelt.

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