Lexikon der Neurowissenschaft

Fibroblasten-Wachstumsfaktor

biochemische Eigenschaften:

Der basische Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF-2) besitzt eine relative Molekülmasse von 16000, umfaßt 155 Aminosäuren, ist nicht glykosyliert und besitzt keine Disulfidbrücken. Auf Proteinebene beträgt seine Sequenzhomologie mit FGF-1 55%. Neben dieser Form des FGF-2 gibt es noch zwei Varianten mit einer Länge von 131 bzw. 146 Aminosäuren. Das den FGF-2 codierende Gen ist ca. 38 kb lang, besitzt 3 Exonen und ist beim Menschen auf Chromosom 4 lokalisiert. Der FGF-2 ist stark konservativ. Der pH des isoelektrischen Punkts des FGF-2 liegt bei 9,6; bei pH <4 verliert er seine biologische Aktivität. Ab einer Konzentration von 10-20 pM kann durch weitere Konzentrationserhöhung keine weitere Wirkungssteigerung mehr erreicht werden.

Der saure Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF-1) hat eine relative Molekülmasse von 14000-15000 und besteht aus ca. 140 Aminosäuren. Der pH des isoelektrischen Punkts liegt bei 5-5,9. Der FGF-1 wird durch ein 19 kb langes Gen codiert, das beim Menschen auf Chromosom 5 lokalisiert ist und 3 Exonen enthält.

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