{"title":"Gedchtnis: Zusatzinfo III","body":"<STRONG>Ged&#228;chtnis<\/STRONG>\n<P><STRONG>3<\/STRONG> <I>Ged&#228;chtnis und Stre&#223;:<\/I><BR><\/BR><A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4833'>Glucocorticoide<\/A> k&#246;nnen kognitive Leistungen beeinflussen. Beispielsweise hemmen sehr niedrige und hohe Dosen die Ged&#228;chtnisbildung. Eine erh&#246;hte Konzentration dieser Stre&#223;hormone im Blut erschwert auch den Abruf von Erinnerungen. Dies geschieht m&#246;glicherweise &#252;ber einen Einflu&#223; auf die Freisetzung, &#220;bertragung oder Wirkung von <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/8752'>Neurotransmittern<\/A> an den Synapsen der Nervenzellen. - Im Tierversuch wurden Ratten trainiert, in einem gro&#223;en Becken auf eine unter tr&#252;bem Wasser stehende Plattform zu schwimmen, wobei sie sich an Wandmarkierungen orientieren konnten (Morris-Test). Sp&#228;ter erhielten die Tiere elektrische Schl&#228;ge 2, 30 oder 240 Minuten, bevor sie erneut ins Wasserbecken kamen. 30 Minuten nach dem elektrischen Schlag fiel der Test sehr schlecht aus (w&#228;hrend die Ratten 2 oder 240 Minuten nach dem Elektroschock die Plattform so rasch wie sonst auch fanden). Dies stimmt mit der Zeit &#252;berein, in der die durch die Elektroschocks freigesetzten Stre&#223;hormone in besonders hoher Konzentration im Blutstrom zirkulieren. Eine Injektion von Stre&#223;hormonen in Ratten, die keine Schocks erhielten, verringert deren Ged&#228;chtnisleistung ebenfalls. Wird dagegen Metyrapon injiziert, das die Corticosteron-Synthese hemmt, bleibt die Ged&#228;chtnisleistung durch die Elektroschocks unbeeintr&#228;chtigt.<\/P>"}