Lexikon der Neurowissenschaft



funktionelle Kernspinresonanztomographie

Abb. 2: Die funktionelle Kernspinresonanztomographie ist geeignet, retinale Projektionen auf den visuellen Cortex (Retinotopie) abzubilden. Um die retinale Zuordnung lokaler visueller Reizung abzubilden, kann im Experiment ein Halbkreis oder ein V-Ausschnitt eines kreisförmigen Schachbrettmusters langsam gedreht werden (Abb. 2a; Methode der Phasencodierung). Die retinotopische Zuordnung kann bei der Aktivierung der entsprechenden Cortexareale gewonnen werden. Zu einem bestimmten Zeitpunkt (Phase) werden diejenigen corticalen Neurone aktiviert, deren rezeptive Felder sich z.B. im linken oberen Quadranten des Gesichtsfeldes befinden. Liegen die rezeptiven Felder der corticalen Neurone im rechten unteren Quadranten, erfolgt deren Stimulation zu einem anderen Zeitpunkt (z.B. in Gegenphase). Auf diese Weise wird die Abbildung des Gesichtsfeldes auf die Cortexoberfläche sichtbar. Analog kann in einem anderen Experiment die corticale Aktivierung der Exzentrizität von foveal bis peripher abgebildet werden. Dabei wird ein sich radial ausbreitendes, flackerendes Schachbrettmuster verwendet (Abb. 2b; Methode der Exzentrizitätscodierung)

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