Lexikon der Neurowissenschaft

Altern

1 Auf zellulärer Ebene konnte L. Hayflick Anfang der 1960er Jahre experimentell nachweisen, daß eine menschliche Zelle nach ca. 50 Teilungen ihre Teilungsaktivität aufgibt und stirbt. Je älter der Mensch war, dem Zellen entnommen wurden, desto begrenzter war die Anzahl der noch möglichen Teilungen. Die Korrelation zwischen dem Alter des Spenders und der Anzahl der Zellteilungen könnte auf ein genetisch festgelegtes Programm hinweisen, jedoch wurde der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Zellpopulationsverdopplungen und der maximalen Lebensdauer von verschiedenen Organismen nicht durchgängig beobachtet. Die Telomer-Theorie des zellulären Alterns bietet eine Erklärung für Hayflicks Entdeckung. Die Endstücke der Chromosomen - die Telomere - büßen bei jeder Zellteilung an Länge ein; durch die Verkürzung der Telomere wird die Zahl der möglichen Zellteilungen minimiert.

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