{"title":"Hell-Dunkel-Adaptation: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Hell-Dunkel-Adaptation<\/STRONG>\n<P>Bei dauernder Helligkeit wird das Gleichgewicht des <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/11583'>Sehfarbstoffs<\/A> vom aktivierbaren (11-cis-Retinal) zum inaktivierten Zustand (all-trans-Retinal) verschoben (photochemische Komponente), zugleich vermindert sich die Ca<SUP>2+<\/SUP>-Konzentration in den Zapfenau&#223;engliedern, woraufhin die enzymatische Produktion des f&#252;r die Lichtantwort entscheidenden <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/2034'>cGMP<\/A> in den Photorezeptoren zunimmt. Die langsame Abnahme der intrazellul&#228;ren Ca<SUP>2+<\/SUP>-Konzentration bei Helladaptation tr&#228;gt auch zu einer Desensitivierung der Zapfen bei, indem sie die Inaktivierung des Sehfarbstoffs beschleunigt und die Empfindlichkeit der cGMP-gesteuerten Kan&#228;le verringert. Die Dunkeladaptation verl&#228;uft umgekehrt (vermehrte Verf&#252;gbarkeit von 11-cis-Retinal, hohe cGMP-Konzentration, hohe Ca<SUP>2+<\/SUP>-Konzentration). Dies geschieht zuerst in den Zapfen, bis deren Empfindlichkeitsbereich (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/9868'>photopisches Sehen<\/A>) ersch&#246;pft ist, dann erfolgt im Bereich des Zwielichtsehens (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7642'>mesopisches Sehen<\/A>) die neuronale Umschaltung auf die St&#228;bchen (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/3070'>Duplizit&#228;tstheorie<\/A>). Im Verlauf der Dunkeladaptation vergr&#246;&#223;ern sich auch die erregbaren Zentren der rezeptiven Felder der Ganglienzellen in der Netzhaut.<\/P>"}