{"title":"Indometacin: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Indometacin<\/STRONG>\n<P><I>Indometacin und Alzheimer-Therapie:<\/I><BR><\/BR>Chronische entz&#252;ndliche Reaktionen im Gehirn von Alzheimer-Patienten werden als &#228;tiologische Faktoren der Krankheit diskutiert, da Immunmodulatoren wie <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/2585'>Cytokine<\/A>, Komplementfaktoren, Adh&#228;sionsmolek&#252;le und <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4328'>freie Radikale<\/A> neurotoxische Effekte zeigen. Zudem findet sich bei Patienten mit der Alzheimer-Krankheit h&#228;ufig eine Aktivierung der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7730'>Mikrogliazellen<\/A>. Die Proliferation und Aktivierung dieser Zellen k&#246;nnte direkt auf die Wirkung der senilen Plaques zur&#252;ckzuf&#252;hren sein. Nicht-steroidale anti-inflammatorische Medikamente wie Indometacin k&#246;nnten dementsprechend in einem therapeutischen Ansatz gegen die Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden, indem sie das Immunsystem modulieren. In Tierversuchen wurde gezeigt, da&#223; die Mikroglia-Proliferation durch repetitive Gabe von Indometacin unterdr&#252;ckt werden kann. Auch existieren bereits Indometacin-Studien am Menschen, welche zumindest einen geringen bis m&#228;&#223;igen Effekt auf das Fortschreiten des geistigen Verfalls zeigen.<\/P>"}