{"title":"Angst: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Angst<\/STRONG>\n<P><I>Angst bei Tieren<\/I>:<BR><\/BR>Werden Angst und Furcht behavioral definiert, kann man sie nicht nur h&#246;heren Wirbeltieren einschlie&#223;lich des Menschen zuschreiben, sondern auch z.B. W&#252;rmern, Insekten und Weichtieren. Angst und Furcht sind jedoch bei Wirbeltieren am besten untersucht und werden ihnen &#252;ber einen Analogieschlu&#223; auch am ehesten als Emotion zugestanden. - Attrappenversuche von Konrad <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7222'>Lorenz<\/A> haben ergeben, da&#223; vielen Tieren ein <I>Feindschema<\/I> angeboren ist. Chemische <I>Schreckstoffe<\/I> l&#246;sen eine spezifische Schreckreaktion aus. Das Tier lebt in st&#228;ndiger &#228;ngstlicher Bereitschaft, und diese Angst ist in h&#246;chstem Ma&#223;e lebenswichtig. Lorenz war davon &#252;berzeugt, da&#223; seit \"&#196;onen immer in der Naturgeschichte diejenigen die besten &#220;berlebenschancen hatten, die sich am meisten f&#252;rchteten\". - Bei vielen freilebenden Tieren scheint die Fluchtbereitschaft dauernd aktiviert, w&#228;hrend dies f&#252;r Beuteerwerb und Sexualit&#228;t nur periodisch zutrifft. Selbst im Schlaf sind Tiere f&#252;r angstausl&#246;sende Reize offen. Es wird diskutiert, da&#223; die &#196;ngstlichkeit einer Art jeweils ihrer spezifischen Gef&#228;hrdung durch Fre&#223;feinde entspricht. Bei zahlreichen Spezies ist Angst anzeigendes Verhalten fast immer zu beobachten, z.B. als Dauerwachsamkeit, Scheuen, Sichern, als Flucht oder in Warnrufen. Selbst <I>Trennungsangst<\/I> wird bei Jungtieren (wie beim Menschen) beobachtet<I>,<\/I> was darauf hinweist, da&#223; k&#246;rperliche N&#228;he zum Elterntier \"gesucht\" und Trennung hiervon \"gef&#252;rchtet\" wird. In Situationen st&#228;rkster Bedrohung tritt bei manchen Arten eine <I>Angstl&#228;hmung<\/I> ein, die mit einer <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/265'>Akinese<\/A> (Totstellreflex) einhergeht.<\/P>"}