Lexikon der Neurowissenschaft

Künstliche Intelligenz

3 Aristoteles (384-322 v.Chr.) entwickelte eine "Wissenschaft vom Wissen". In ihr gebrauchte er ein Instrument, mit dem er das Denken untersuchen konnte, nämlich seine eigene Logik. Aristoteles untersuchte, ob gewisse Aussagen wahr sind, indem er ihre Verwandtheit mit anderen wahren Aussagen überprüfte. Z.B. aus den Annahmen, daß alle Menschen sterblich sind und das Sokrates ein Mensch ist, können wir folgern, daß Sokrates sterblich ist. Aristoteles nannte diese Art zu argumentieren einen Syllogismus. Im Jahr 1854 entwickelte George Boole (1815-1864) die Grundlagen der proportionalen Logik, 1879 schlug Gottlieb Frege (1848-1925) eine mathematische Theorie der Repräsentation vor. Er nannte sein Kalkül die Begriffschrift, heute bekannt unter dem Namen Prädikatenlogik erster Stufe. Der Philosoph und Mathematiker Alfred Tarski (1902-1983) führte in den 1930er Jahren die Theorie der Referenz und Wahrheit ein, die auf den Arbeiten von Frege basierte. In ihr repräsentieren Symbole nicht sich selbst, sondern Objekte der physikalischen wirklichen Welt.

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