Lexikon der Neurowissenschaft



Neurotoxine

Motoneuron mit cytologischen Bestandteilen (Beschriftung rechts) und Angriffspunkten verschiedener Neurotoxine (Beschriftung links). Tetanustoxin hemmt die Freisetzung der inhibitorischen Neurotransmitter Glycin und GABA. β-Iminodipropionitril (IDPN) und Iodoacetat unterbrechen den axonalen Transport. Diphtherietoxin bindet an Schwann-Zellen und hemmt dort die Proteinbiosynthese. Tetrodotoxin inhibiert durch Blockade von Natriumkanälen an den Ranvier-Schnürringen die Reizweiterleitung. Latrotoxin (Gift der schwarzen Witwe) verursacht eine massive Neurotransmitterfreisetzung aus der Synapse und bedingt somit Muskelkrämpfe, während Botulinustoxin die exocytotische Freisetzung von Neurotransmittern blockiert, was zu einer Erschlaffung quergestreifter Muskelfasern führt. Bungarotoxin wirkt als Antagonist an postsynaptischen Acetylcholinrezeptoren, und Sarin hemmt die Acetylcholin-Esterase.

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