Lexikon der Neurowissenschaft

Peptide

Die Zahl der Aminosäuren in Peptiden geht bis in die Tausende (Oligopeptide = 2-9, Polypeptide 10-100 und Makropeptide über 100 Aminosäuren; keine scharfe Abgrenzung zwischen Polypeptiden, Makropeptiden und einkettigen Proteinen). Der biologische Aufbau erfolgt - mit Ausnahme bestimmter kurzkettiger Peptide wie den Peptid-Antibiotika - an den Ribosomen und ist durch mRNA programmiert. Bei Verdauung durch Peptidasen und Proteasen oder durch Einwirkung starker Säure (Säurehydrolyse) zerfallen längerkettige Peptide in kurzkettige Peptide und einfache Aminosäuren unter Spaltung der Peptidbindungen. Die Aminosäuresequenzen von Peptiden werden in der nomenklaturgerechten Kurzschreibweise mit der Aminosäure, die die freie Aminogruppe trägt, am linken Ende (Aminoterminus) und der Aminosäure, die die freie Carboxylgruppe trägt, am rechten Ende (Carboxylterminus) notiert. So zeigt z.B. die Aminosäuresequenz des Tetrapeptids Ala-Lys-Phe-Leu (in ausführlicher Bezeichnung Alanyl-lysyl-phenylalanyl-leucin bzw. unter Verwendung der Einbuchstabensymbole A-K-F-L) an, daß ein Alanin-Rest den N-Terminus, ein Leucin-Rest den C-Terminus bildet, während Lysin und Phenylalanin die beiden mittleren Positionen einnehmen.

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