Lexikon der Neurowissenschaft

Peptidhormone

Obgleich manchmal zwischen Peptidhormonen und Proteohormonen unterschieden wird, erscheint eine derartige Differenzierung aus chemischer Sicht nicht notwendig. Das kleinste Peptidhormon, das Thyreoliberin, ist nur aus drei Aminosäuren aufgebaut, während andere Peptidhormone hochmolekulare Glykoproteine darstellen. Neben den glandulären sind die aglandulären Peptidhormone (Gewebshormone) ebenso bedeutungsvoll wie die von neurosekretorisch tätigen Nervenzellen gebildeten Neurohormone. Die Synthese erfolgt vorrangig aus höhermolekularen Biosynthesevorstufen. In einigen Fällen konnte die Primärstruktur der Prä-Pro-Hormone aus der entsprechenden Nucleotidsequenz abgeleitet werden. Nach Abspaltung der Signalsequenz entstehen die Pro-Hormone, die selbst biologisch inaktiv sind und erst nach weiterer proteolytischer Modifizierung die bioaktiven Peptidhormone liefern. Nach der Auslösung eines bestimmten biologischen Effekts werden die Pepetidhormone innerhalb kurzer Zeit durch proteolytischen Abbau inaktiviert.

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