Lexikon der Biologie



Buruli-Ulcus



Das Toxin aus Mycobacterium ulcerans besteht aus einem zwölfgliedrigen, mit 2 Polyketiden verbundenen Ringgerüst. Es zerstört Blutgefäße, was zu Hautschwellungen und Geschwüren führt; weitere Infektionen und Blutvergiftung können die Folge sein. Das Buruli-Ulcus wurde 1948 bereits in Australien beschrieben, tritt aber seit Ende der fünfziger Jahre vermehrt in der Gegend um Buruli in Uganda auf. Vermutlich aufgrund ökologischer Veränderungen, die für den Erreger vorteilhaft sind, verbreitet sich das Leiden in den letzten Jahren immer stärker im gesamten tropischen Afrika. Es ist zu befürchten, daß das Buruli-Ulcus bald häufiger auftreten wird als die von Mycobacterium leprae (Mykobakterien) hervorgerufene Lepra.





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