Lexikon der Biologie



Catenine



Das β-Catenin spielt – neben seiner Bedeutung für den Zusammenhalt von Gewebeverbänden und die Kommunikation von Zelle zu Zelle – auch eine wichtige Rolle in der Signalübertragung innerhalb der Zelle, bei der Zellvermehrung, der Wachstumsregulation sowie der Embryonalentwicklung. Es bindet in einer gesunden Zelle an mehrere Proteine und bildet mit diesen Transkriptionsfaktoren, die eine Stimulierung der Zellvermehrung und/oder eine Unterdrückung des Zelltods (Apoptose) bewirken. Ein Mangel an β-Catenin kann einen vorzeitigen Zelltod herbeiführen. Bei der Entstehung verschiedener Krebsformen ist β-Catenin beteiligt. Beispielsweise ist bei einer erblichen Form des Darmkrebses (familiäre adenomatöse Polypose) der Tumorsuppressor APC (assoziiert mit adenomatöser Polyposis coli; Onkogene), der normalerweise überzähliges β-Catenin abfängt, aufgrund verschiedener Mutationen funktionsunfähig, was zu verstärkter Zellvermehrung führt. Bei Darmkrebs und in einigen Hautkrebszellinien findet man Mutationen im β-Catenin selbst, wodurch die Inaktivierung des β-Catenins durch Phosphorylierung gestört wird.





[Drucken] [Fenster schliessen]