Lexikon der Biologie





Chlorkohlenwasserstoffe



Einige Beispiele für Chlorkohlenwasserstoffinsektizide.

Chlorkohlenwasserstoffinsektizide (z. B. DDT, Aldrin, Dieldrin, Lindan, Endosulfan) gehörten in der neueren Geschichte zu den wirtschaftlich bedeutenden Insektiziden. Ihr Hauptvertreter, das DDT, hat die Ära der modernen organosynthetischen Kontaktinsektizide eingeleitet. Die historische Relevanz der Chlorkohlenwasserstoffinsektizide beruht vor allem auf folgenden Gebrauchseigenschaften, die auf die meisten Vertreter dieser Gruppe zutreffen:



1) hohe insektizide Wirksamkeit,

2) geringe akute Toxizität für Warmblüter,

3) breites Wirkungsspektrum,

4) einfache Herstellung und Anwendung,

5) günstige Ökonomie,

6) lange Wirkungsdauer



Letztere, für den Anwendungserfolg vorteilhafte Eigenschaft ist weitgehend gekoppelt mit einer hohen Persistenz der Wirkstoffe und ihrer problematischen ökologischen Chemie. Da die meisten Chlorkohlenwasserstoffinsektizide in der Natur auf chemischem, physikalischem oder mikrobiellem Wege nur langsam abgebaut werden, sind sie in vielen Industrieländern verboten oder einschneidenden Restriktionen unterworfen worden.

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