Lexikon der Biologie



Cholesterin



Einige Fakten deuten auf einen Zusammenhang zwischen der Alzheimerschen Krankheit und Cholesterin hin. Ein als Amyloidvorläuferprotein (APP) bezeichneter Membranbaustein wird beim Stoffwechsel von Nervenzellen unter Umständen unter Bildung eines unlöslichen Fragments, des Beta-Amyloids, abgebaut. Dieses lagert sich zu Aggregaten zusammen und zerstört Nervenzellen. Aus noch ungeklärter Ursache scheint Cholesterin für die Bildung dieses unlöslichen Amyloidproteins von entscheidender Bedeutung zu sein, bei Cholesterinmangel hingegen wird die Bildung unterdrückt. In jüngster Zeit werden Wechselwirkungen des Cholesterins mit dem Gehirn-Botenstoff Serotonin diskutiert, die einen Einfluß des Cholesterins auf die Psyche nicht ausschließen. Demnach sollen zu niedrige Cholesterinspiegel ähnliche Folgen wie ein niedriger Serotoninspiegel haben, nämlich die Neigung zu Depressionen, Aggressivität, Reizbarkeit oder sogar Selbstmord fördern. Die Mechanismen der Verbindung zwischen Cholesterin und Serotonin sind bisher nicht geklärt.





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