Lexikon der Biologie



C-reaktives Protein



Das CRP gehört zu den Akutphasenproteinen (Akutphasenreaktion, Pentraxine). Es bindet in Gegenwart von Calciumionen (Calcium) das C-Polysaccharid von Streptococcus pneumoniae (Streptococcus; daher der Name) und ruft Präzipitation hervor. In der Elektrophorese wandert das CRP zwischen der β- und der γ-Globulin-Fraktion. CRP wird bei bakteriellen, aber auch nicht infektiösen entzündlichen und nekrotischen Prozessen von der Leber produziert – vermutlich aufgrund eines Signals von toten oder geschädigten Zellen (durch humorale Faktoren, wie z. B. Interleukin 1). Seine Konzentration korreliert meist mit der Blutsenkung und dient allgemein als unspezifischer Indikator für entzündliche Prozesse, z. B. als wichtiger Parameter zur Beurteilung der akuten Pankreatitis oder bei der Frühdiagnose bakterieller Erkrankungen z. B. bei Neugeborenen. Die Bestimmung des CRP kann zur Differentialdiagnose zwischen viralen und bakteriellen Infekten herangezogen werden, da seine Konzentration bei viralen Infekten kaum erhöht ist. Das CRP ist außerdem zur Agglutinierung und Opsonisierung von Bakterien sowie durch Bindung an C1q zur Aktivierung des Komplement-Systems (Komplement) fähig. Es wird den angeborenen, nicht adaptiven Abwehrmechanismen zugerechnet.





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