Lexikon der Biologie



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Akrosom



Die Abb. 2 und 3 zeigen die Bildung eines Akrosoms, eines speziellen Lysosoms bei Spermatozoen (1). Beim Auftreffen der Spermazelle auf die Eizelle ermöglicht der Inhalt des Akrosoms den lokalen Abbau der Eihülle und damit das Eindringen des Spermiums in die Eizelle.

4 Sagittalschnitt (schematische Darstellung) durch den vorderen Bereich des Spermiums eines Schafbocks. Der Kontakt des Spermiums mit der primären oder sekundären Eihülle löst eine Akrosomreaktion aus, wobei sich das Akrosom öffnet und die lytischen Enzyme (z. B. Hyaluronidase, Neuraminidase, Glykosidasen, Akrosin) freigesetzt werden. Sie lösen die die Eizelle umgebenden Eihüllen (Corona radiata und Zona pellucida) lokal auf und bahnen dadurch dem Spermium den Weg zur Plasmamembran der Eizelle. Ausstülpungen der inneren Akrosommembran nehmen Kontakt mit der Plasmamembran der Eizelle auf. Äquatoriale Bereiche der Plasmamembran des Spermiums können dann mit der Plasmamembran der Eizelle verschmelzen.

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