{"title":"Eckfelder Maar: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Eckfelder Maar<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>In einem bitumin&#246;sen, brennbaren bl&#228;ttrigen Tonstein finden sich au&#223;erordentlich gut erhaltene fossile Algen, Pilze, Moose, Lianen, F&#228;cherpalmen, Farne und Laubb&#228;ume, zusammen ca. 200 Pflanzenarten, darunter Bl&#252;ten mit Pollenk&#246;rnern. Von tierischen Resten fanden sich Schw&#228;mme, Krebse, Blatt-, Pracht- und Schwarzk&#228;fer mit Farbresten, Bryozoen, Schildkr&#246;ten, Krokodile, Insekten, darunter die &#228;lteste Honigbiene <I>Eckfeldapis,<\/I> Fische, igelgro&#223;e Paarhufer, Urpferde (Stute in Hauterhaltung mit Embryo und Mageninhalt) und lemuren&#228;hnliche Halbaffen. Von 30 Wirbeltierarten geh&#246;ren 20 zu den S&#228;ugetieren. Die vorz&#252;gliche Erhaltung geht auf rasche Sedimentbedeckung der Leichen und geringere Verdr&#252;ckung als in vergleichbaren Lagerst&#228;tten infolge Versch&#252;ttung durch Turbidite (Tr&#252;bestr&#246;me) zur&#252;ck. Dieses Milieu entstand in einem k&#252;stenfernen, 100&#8211;150 m tiefen Binnengew&#228;sser inmitten eines tropischen Regenwaldes, umgeben von einer bewaldeten Mittelgebirgslandschaft. Systematische Grabungen durch das Naturhistorische Museum in Mainz seit 1987.  \nW.R. \n<STRONG>Lit.:<\/STRONG> <I>Pirrung, B.M., B&#252;chel, G<\/I>.: Das Eckfelder Maar &#8211; ein terti&#228;res Maar der Hocheifel. Mainzer Naturwissenschaftliches Archiv, Beiheft 16, S. 39&#8211;53; Mainz 1994. <I>Neuffer, F.O., Gruber, G., Lutz, H., Frankenh&#228;user, H.:<\/I> Das Eckfelder Maar. Zeuge tropischen Lebens in der Eifel. Mainz 1996 (Landessammlung f&#252;r Naturkunde Rheinland-Pfalz).<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}