Lexikon der Biologie



Endosporen



Endosporenbildung bei Bakterien:

Die Sporenbildung in Bacillen beginnt am Ende der Wachstumsphase. Die beiden Kernbezirke der vegetativen Zellen verschmelzen zu einem Kern-Faden (a); dann wird durch die Cytoplasmamembran eine inäquale Teilung des Protoplasten eingeleitet (b), und es entstehen zwei ungleich große membranumhüllte Cytoplasmabezirke (c). Jetzt wird nicht wie bei einer normalen Zellteilung das Zellwandseptum gebildet, sondern die Cytoplasmamembran des größeren Zellabschnitts umwächst den kleineren Plasmabezirk (d). Die künftige Spore (Vorspore) ist damit von zwei Cytoplasmamembranen umgeben. Von diesem Pro-Sporenstadium an ist die Sporenbildung irreversibel. Anschließend scheidet die innere Membran eine Zellwand ab, und zwischen innerer und äußerer Membran bildet sich noch die Rinde (Cortex) aus, die aus vernetzten Glykopeptid-Polymeren besteht. Über der Rinde entsteht von der Mutterzelle eine stark proteinhaltige äußere, oft mehrschichtige Sporenhülle, auf der noch das Exosporium, eine dünne, ballonartige Hülle, aufgelagert sein kann (e). Die Sporenbildung bei Bacillen ist in etwa 8 Stunden abgeschlossen.

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