Lexikon der Biologie





Allorrhizie



Allorrhizie und Homorrhizie:



1 Allorrhizie am Beispiel der Ricinus-Keimpflanze. Die am Embryo gebildete Hauptwurzel bleibt auch später erhalten und bildet endogen Seitenwurzeln; das Wurzelsystem besteht also aus morphologisch verschiedenen Wurzeln. Vorkommen: Dikotylen (Zweikeimblättrige Pflanzen).



Homorrhizie: Sämtliche Wurzeln der (adulten) Pflanze sind morphologisch gleichwertige Nebenwurzeln.

a) primäre Homorrhizie: die erste Wurzelanlage entsteht seitlich am Embryo (unipolarer Embryo); von Anfang an werden nur sproßbürtige Wurzeln gebildet. Vorkommen: Pteridophyten (Farnpflanzen).

b) sekundäre Homorrhizie:am hier bipolaren Embryo wird eine Hauptwurzel angelegt, die im Keimlingsstadium noch kurze Zeit funktionsfähig bleibt (Abb. 2: Keimpflanze von Echinochloa, Hühnerhirse, ein Süßgras); dann stirbt die Hauptwurzel jedoch ab und wird durch sproßbürtige Nebenwurzeln ersetzt. Vorkommen: Monokotylen (Einkeimblättrige Pflanzen).

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