{"title":"evolutionr stabile Strategie: Infobox I","body":"<STRONG>evolution&#228;r stabile Strategie<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>F&#252;r die Gesamtheit der Individuen optimale Strategien sind oft evolution&#228;r nicht stabil, weil Verst&#246;&#223;e gegen sie dem &#8222;Schuldigen&#8220; erhebliche kurzfristige Vorteile (h&#246;herer Reproduktionserfolg) bringen w&#252;rden. Das h&#228;ufige Geschlechterverh&#228;ltnis (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27718'>Geschlechtsverh&#228;ltnis<\/A>) 1:1 entspricht einer ESS. Allerdings k&#246;nnten sich die meisten tierischen Populationen weitaus schneller vermehren, wenn sie nur eine kleine Minderheit M&#228;nnchen enthielten. Dieser Zustand ist deshalb nicht stabil, weil in einer solchen Population jedes neue <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2168'>Allel<\/A>, das seine Tr&#228;ger zu M&#228;nnchen machen w&#252;rde, einen enormen Selektionsvorteil h&#228;tte und das Geschlechterverh&#228;ltnis sich folglich allm&#228;hlich zu einem h&#246;heren M&#228;nnchenanteil verschieben w&#252;rde. Das Konzept der ESS wurde zu Anfang haupts&#228;chlich auf ritualisierte K&#228;mpfe (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/57293'>Ritualisierung<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/35310'>Kampfverhalten<\/A>) und auf das Geschlechterverh&#228;ltnis angewendet und findet heute Anwendung in nahezu allen Bereichen der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/69313'>Verhaltens&#246;kologie<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/62267'>Soziobiologie<\/A>."}