Lexikon der Biologie



Flammenphotometer



Schematische Darstellung eines Flammenphotometers (B Blende, Bg Brenngas (z.B. Acetylen oder Propan), Fl Flamme, F/M Filter oder Monochromator, G Galvanometer mit Meßwertanzeige, K Küvette mit Analysenlösung, Ko Kondensor, S Spiegel, Se Strahlungsempfänger, Tg Trägergas (z.B. Druckluft), Z Zerstäuber).

Die Analysenlösung wird in einer Zerstäuberkammer mit Hilfe eines Trägergases (Druckluft) fein zerstäubt, mit dem Brenngas (bei Alkalimetallen Propan, bei Erdalkalimetallen Acetylen) vermischt und in die Flamme (bei Alkalimetallen 1900 °C, bei Erdalkalimetallen 2300 °C) eingesprüht. Durch die thermische Energie der Flamme werden die sich in der Lösung befindenden Atome angeregt und emittieren Strahlung charakteristischer Wellenlängen, was zu einer Färbung der Flamme führt. Je höher die Konzentration der zu bestimmenden Atome in der Analysenlösung ist, desto stärker ist die Flammenfärbung. Unter optimalen Meßbedingungen ist die Intensität der emittierten Strahlung der Konzentration des gelösten Stoffs proportional. Die emittierte Strahlung wird über einen Kondensor zu einem aus parallelen Strahlen bestehenden Lichtbündel vereinigt. Filter oder Monochromatoren bewirken, daß nur Licht der für das gesuchte Atom charakteristischen Wellenlänge auf den Strahlungsempfänger fällt. In einer Meßwertanzeige kann schließlich die Intensität des emittierten Lichts abgelesen werden, und anhand einer Eichkurve (Eichgerade), die mit Hilfe von Eichstandards (Eichproteine) erstellt wurde, läßt sich die Konzentration des gesuchten Elements genau bestimmen. Der Nullpunkt der Messung wird durch die von Brenngas und Lösungsmittel (absolut elektrolytfreies Wasser) hervorgerufene Emission festgelegt.

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