Lexikon der Biologie



Fluoreszenzmikroskopie



Abb. 2: Aufbau des Durchlicht- und Auflichtfluoreszenzmikroskops:

Als Lichtquelle dienen sehr starke Quecksilberhöchstdrucklampen, deren UV-Anteil durch ein Erregerfilter ausgeschaltet wird. Das Erregerlicht (Anregungsstrahlung) wird durch einen Kondensor hoher Apertur gebündelt auf das Objekt (Präparat) gerichtet. Ins Objektiv gelangt nun neben der Fluoreszenzstrahlung auch noch die wesentlich intensivere Erregerstrahlung, die durch ein Sperrfilter ausgeschaltet werden muß. Das Auge des Betrachters empfängt jetzt durch das Okular nur noch die Fluoreszenzstrahlung.

Neben der eben beschriebenen Durchlichtfluoreszenzmikroskopie hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auflichtfluoreszenzmikroskopie durchgesetzt (siehe Abb.). Dabei fungiert das verwendete Objektiv gleichzeitig als Kondensor. Als Illuminatorspiegel dient ein dichromatischer Farbteilerspiegel (Interferenzspiegel), der so konstruiert ist, daß er bei Beleuchtung unter 45° Erregerlicht von kleiner Wellenlänge (λ <420 nm) möglichst vollständig reflektiert, längerwellige Anteile (λ >420 nm) und damit die Fluoreszenzstrahlung jedoch weitgehend passieren läßt. Da diese Eigenschaften in der Praxis nicht voll realisierbar sind, sind zusätzliche Erreger- und Sperrfilter notwendig. (Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die gestrichelte Linie [Fluoreszenzstrahlung] neben die ausgezogene Linie [Anregungsstrahlung] gezeichnet.)

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