{"title":"Gallapfel: Infobox I","body":"<STRONG>Gallapfel<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Besonders die Tinte aus Gall&#228;pfeln wurde im 9. und 10. Jh. h&#228;ufig von M&#246;nchen f&#252;r Manuskriptillustrationen verwendet. Sehr gesch&#228;tzt war hier die Tinte aus den von der osteurop&#228;isch\/westasiatischen Gallwespe <I>Andricus gallae-tinctoriae<\/I> erzeugten sog. <I>Aleppo-Gallen<\/I>. Sie galt als so gut und dauerhaft, da&#223; ihre Verwendung noch lange f&#252;r Dokumente vorgeschrieben war. Diese Tinte wurde jahrhundertelang auch f&#252;r das F&#228;rben von Leder und anderen Materialien, ja selbst f&#252;r das F&#228;rben von Haaren verwendet. Noch im Jahre 1914 importierten die USA Gall&#228;pfel im Wert von 17.000 Dollar aus Bagdad zum F&#228;rben von Seehundfellen."}