Lexikon der Biologie

Gen



Die Größe von Genen streut zwischen den Extremen von ca. 100 Basenpaaren (tRNA-Gene; transfer-RNA) und 2.000000 Basenpaaren (eukaryotische Gene mit extremer Mosaikstruktur; Genmosaikstruktur). Jüngst hat man das bisher kleinste Gen in Escherichia coli gefunden: mccA; es ist nur 21 Basenpaare lang und codiert für einen Inhibitor der Proteinbiosynthese, der aus 7 Aminosäuren besteht (Heptapeptid). Die Mehrzahl der Gengrößen liegt zwischen 300 und 3000 Basenpaaren. Das größte derzeit vermessene Gen (10mal länger als jedes andere bisher bekannte Gen) ist das die Dystrophien (Erbkrankheiten [Tab.], Myopathie) codierende DMD-Gen (Duchenne-Muskeldystrophie-Gen) des X-Chromosoms (Chromosomenkarte). Wie die Rückhybridisierung mit dem Genom zeigt, besteht die dazugehörige ungewöhnlich lange mRNA (14 kb) aus mehr als 60 Exonen, die sich über etwa 2000 kb DNA verteilen. Das Gen codiert für ein Protein von etwa 500 kD, das Dystrophin.

Bedeutende Beiträge zur Erforschung des Gens leisteten u.a.:

W. Bateson, E. Baur, G.W. Beadle, W. Beermann, P. Berg, T. Boveri, A.F.J. Butenandt, M.L.H. Delbrück, W. Flemming, F. Galton, R.B. Goldschmidt, F. Jacob, W.L. Johannsen, H.G. Khorana, A. Kühn, B. McClintock, G. Mendel, J.L. Monod, T.H. Morgan, D. Nathans, R.J. Roberts, E.L. Tatum, S. Wright

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