Lexikon der Biologie



Gliederfüßer



Abb. 2: Ableitungsreihe der Extremitäten der Gliederfüßer, dargestellt als schematische Rumpf- bzw. Thoraxquerschnitte mit ansitzendem Beinpaar.



A stellt den mutmaßlichen, noch aquatilen Urarthropoden dar, der Oncopodien mit Kiemenästen hatte. Von hier erfolgte in einem ersten Evolutionsschritt der Weg zu den terrestrischen Stummelfüßern (Onychophora). Zu B entwickelten sich dann die eigentlichen Gliederfüßer (Euarthropoda) durch die Bildung von Arthropodien in Form eines Spaltbeins mit Endopodit als Schreit- und Exopodit als Kiemenast. Bei den Dreilappern (Trilobita) ist diese Situation noch ursprünglich erhalten. Bei den Chelicerata finden sich Exopoditreste nur in Form von Kiemen oder Rudimenten. Von C („Urmandibulata“) führt der Weg zu den Krebstieren (Crustacea). Hier ist gleichzeitig die Entstehung der Epipodite aus ehemaligen Kiemenblättchen nach der Vorstellung von Lauterbach dargestellt. Danach ist die Unterteilung des Basipoditen in Praecoxa, Coxa und Basis und ihre Anhänge Praeepi- und Epipodit erst innerhalb der Gruppe der Krebstiere bei den Malacostraca entstanden. Bei den Tracheata (Monantennata) sind Reste des Exopoditen nur bei ursprünglichen Vertretern (bei den Myriapoda bei den Symphyla, bei den Insekten bei einigen Urinsekten) als Stylus erhalten.

Ca Carapax, Co Coxo- oder Basipodit, En Endopodit, Ep Epipodit, Ex Exopodit, PEp Praeepipodit, Pl Pleurotergit, Ru Rumpf, St Stylus

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