Lexikon der Biologie



γ-Glutamylzyklus



Übersicht über den Stoffwechsel des Glutathions. An zentraler Stelle steht der γ-Glutamylzyklus, dessen Reaktionen durch die Enzyme 1–5 und – nicht direkt dem Zyklus angehörig – 6 katalysiert werden. Die Möglichkeiten der GSSG-Bildung aus GSH sind durch die Reaktionen 9 (Oxidation über eine Peroxidase), 10 (Transhydrogenierung) oder 12 (spontane Oxidation bzw. Wirkung freier Radikale) angegeben. Die Rückreaktion von GSSG zu GSH ist in der Reaktion 11 (Reductase-Reaktion) gezeigt. Reaktion 7 stellt die Konjugation über Transferasen und ein Einschleusen des γ-Glutamylrestes in den Zyklus dar. Das gebildete schwefelsubstituierte Cysteinylglycin wird durch eine Peptidase (6a) gespalten. Die Folgereaktionen sind N-Acetylierung (8) oder, entsprechend der Reaktion 3 des Zyklus, Bildung von γ-Glutamylderivaten durch eine Transpeptidase (3a).



1: γ-Glutamylcystein-Synthetase, 2: Glutathion-Synthetase, 3 und 3a: Glutamyl-Transpeptidase, 4: γ-Glutamylcyclo-Transferase, 5: 5-Oxoprolinase, 6 und 6a: Dipeptidase, 7: GSH-S-Transferase, 8: N-Acetylase, 9: GSH-Peroxidase, 10: Transhydrogenase, 11: GSSG-Reductase, 12: direkte GSH-Oxidation, AA: Aminosäuren, X: Substanzen, die mit GSH Konjugate bilden können.

|– : negative Rückkoppelung.

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