Lexikon der Biologie

Goldfisch



Neben der Farbe spielte bei den Züchtungen in den nur von oben einsehbaren frühen Aquarien die Selektion auf den Schauwert bei der Aufsicht eine große Rolle. Deren Ergebnisse zeigen teilweise groteske Umbildungen der Normalform und wurden mit besonderen Namen belegt wie: Löwenköpfe mit eiförmigem Körper und wulstigem, schwammartigem Kopfaufwuchs; Himmelsgucker mit stark herausgewölbten, aufwärts gerichteten Augen; dickbäuchige Blasenaugen- und Teleskopaugengoldfische, deren Augen von blasenartigen Ausstülpungen umrandet bzw. gestielt und nach oben gerichtet sind; langflossige Schleierschwänze und Oranda mit himbeerfarbenen Wucherungen am Kopf und schleierartiger Schwanzflosse. Abweichende Farbvarianten sind die rotweiß gefleckten Harlekine, blaßrosé gefärbte Silberfische oder der tiefschwarze Teleskopschleierschwanz oder Mohr. Diese mannigfaltigen Zuchtformen weisen auf die hohe genetische Plastizität dieser Karpfenart hin.

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