{"title":"Gonyaulax: Infobox I","body":"<STRONG>Gonyaulax<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Einige Arten der Gattung <I>Gonyaulax<\/I> verursachen das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41680'>Meeresleuchten<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24327'>Feueralgen<\/A>). Diese Form der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8709'>Biolumineszenz<\/A> geht auf die f&#252;r die leuchtaktiven Dinoflagellaten einzigartige Ausstattung mit speziellen Organellen <I>(Szintillonen)<\/I> zur&#252;ck. Bei <I>Gonyaulax polyedra<\/I> findet sich in den Szintillonen &#8211; neben den schon l&#228;nger bekannten Reaktionskomponenten <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40004'>Luciferine<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40002'>Luciferase<\/A> &#8211; das Protein LBP, an das Luciferin bei einem pH-Wert von 8 gebunden, bei niedrigerem pH-Wert freigesetzt und dann von Luciferase unter Lichtemission oxidiert wird. Das Leuchten erfolgt (wie z.B. auch bei der Gattung <I>Pyrocystis<\/I>) in Form von 2 verschiedenen Signalen: es werden sowohl 100 ms lange Lichtblitze als auch ein l&#228;nger anhaltendes, schwaches Glimmen beobachtet (Chronobiologie I). Die Leuchtbereitschaft geht auf den t&#228;glichen Auf- und Abbau der Szintillonen mitsamt ihren Funktionsproteinen zur&#252;ck."}