Lexikon der Biologie



Grauwale



Eschrichtius gibbosus.

Kürzlich haben amerikanische Wissenschaftler eine Art „Wärmetauscher“ in der Zunge des Grauwals entdeckt. Bei der Aufnahme der Plankton-Nahrung strömen über längere Zeit große Mengen kalten Wassers durch die Mundhöhle und über die Zunge. Im Zungengewebe befinden sich nun Anhäufungen von Blutgefäßen; dabei ist jeweils eine Arterie von mehreren Venen umgeben. Wenn das von der Zunge in den Körper zurückströmende venöse Blut an der warmen Arterie vorbeifließt, nimmt es einen Teil der Wärme auf und transportiert sie in das Körperinnere zurück. Dies ist möglicherweise ein Schutz vor übermäßigem Auskühlen bei der Nahrungsaufnahme.

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