Lexikon der Biologie



Gravitropismus



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Gravitropische Wachstumsreaktion bei Gräsern: Ein horizontal liegender Grashalm richtet sich nach einiger Zeit wieder auf. Dies wird durch ein Wachstum auf der Halmunterseite an einer Knotenzone bewirkt. Auch ältere Knoten sind hierzu noch fähig. 2 Schematische Darstellung der gravitropischen Reaktion einer Keimpflanze: a Normallage, b Horizontallage, c eintretende gravitropische Krümmung in der Horizontallage. Das Aufkrümmen erfolgt durch ein verstärktes Wachstum der Sproßunterseite. Gleichzeitig krümmt sich die ebenfalls horizontal gelegene Wurzel nach unten. 3 Die Wirkung der Erdschwerkraft (G) auf die Entwicklung einer Pflanze kann teilweise durch die Zentrifugalkraft (Z) aufgehoben werden. Legt man eine Keimpflanze horizontal auf die Scheibe einer Zentrifuge und läßt diese rotieren, so überlagern sich die Einflüsse von Erdschwerkraft und Zentrifugalkraft, und Wurzel wie Sproß wachsen in einer Richtung (R) aus, die aus dem Zusammenwirken dieser beiden Kräfte, entsprechend dem Kräfte-Parallelogramm, resultiert: Ist die Zentrifugalkraft größer, wachsen sie mehr in horizontaler Richtung, überwiegt die Schwerkraft der Erde, richten sie sich mehr senkrecht aus.

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