Lexikon der Biologie

Inselbesiedlung



Diamond (1975) hat die Überlebensaussichten einer Art nach Inselbesiedlung durch die Bestimmung einer „Vorkommensfunktion“ J(S) beschrieben. Dabei gibt J den Anteil von Inseln einer bestimmten Größe an, auf denen die Art vorkommt, S ist die Gesamtartenzahl auf diesen Inseln. Für Vögel des Bismarck-Archipels hat Diamond solche Vorkommensfunktionen bestimmt und 3 bionomische Strategien unterschieden:

1. der „Supertramp“ kommt nur auf kleineren Inseln vor (Taube, Macropygia mackinlayi), nie auf sehr großen;

2. die „Hoch-S-Arten“ kommen ausschließlich auf großen Inseln mit vielen Arten vor (Kuckuck, Centropus violaceus);

3. der „C-Tramp“ stellt eine Zwischenstrategie dar; er kommt nie auf sehr kleinen Inseln vor, kommt auf Inseln mit steigender Größe auf immer mehr Inseln einer bestimmten Größe vor, bis er auf allen großen Inseln anzutreffen ist (Taube, Ptilinopus superbus).

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