{"title":"in-situ-Hybridisierung: Infobox I","body":"<STRONG>in-situ-Hybridisierung<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Der Vorteil nichtradioaktiver Methoden besteht nicht nur darin, da&#223; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55469'>Radioaktivit&#228;t<\/A> vermieden wird, sondern auch in einer schnelleren Durchf&#252;hrung, da die Autoradiographie oft viele Wochen ben&#246;tigt. Hierbei werden bei der Synthese der Sonden an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8821'>Biotin<\/A> oder <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18196'>Digoxigenin<\/A> gekoppelte Nucleotide verwendet. Diese ver&#228;nderten Nucleotide k&#246;nnen dann mit einem prim&#228;ren <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4112'>Antik&#246;rper<\/A> gegen Biotin oder Digoxigenin nachgewiesen werden. Dazu wird ein gegen den prim&#228;ren Antik&#246;rper gerichteter sekund&#228;rer Antik&#246;rper eingesetzt, der an ein Enzym gekoppelt ist, das &#252;ber eine entsprechende Farbreaktion sichtbar gemacht wird. Bei der <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25356'>Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung<\/A><\/I> (FISH) tr&#228;gt der Antik&#246;rper dagegen ein <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25373'>Fluorochrom<\/A>, z.B. Fluoresceinisothiocyanat (FITC; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25347'>Fluorescein<\/A>) oder <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56795'>Rhodamin<\/A>. Damit l&#228;&#223;t sich nicht nur eine Signalverst&#228;rkung erzielen, sondern es lassen sich auch mehrere, verschieden markierte Sonden gleichzeitig einsetzen <I>(Vielfarben-FISH)<\/I>. Die FISH eignet sich u.a. zur physikalischen Kartierung von Genen und genomischen Markern an Metaphasechromosomen, nach Pr&#228;paration dekondensierter DNA bzw. Chromatinfasern zur Feinkartierung von Genen <I>(Fiber-FISH),<\/I> und spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53502'>pr&#228;natalen Diagnostik<\/A>, weil damit Chromosomenanomalien schnell nachweisbar sind. Die Empfindlichkeit der FISH-Methode liegt erheblich h&#246;her als bei der radioaktiven Markierung und konnte vor kurzem so gesteigert werden, da&#223; inzwischen sogar einzelne mRNA-Molek&#252;le nachweisbar sind. Werden verschieden fluoreszierende Sonden f&#252;r die verschiedenen Regionen eines mRNA-Molek&#252;ls verwendet, l&#228;&#223;t sich sogar die Kinetik der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67276'>Transkription<\/A> einzelner mRNA-Molek&#252;le durch Messung der Fluoreszenzverh&#228;ltnisse bestimmen."}