Lexikon der Biologie

Intersexualität



Einige Formen der menschlichen Intersexualität:

a) Hermaphroditismus: Hoden- und Ovar-Gewebe; äußerst selten, z.B. als lateraler Hermaphroditismus: Hoden auf der einen, Ovar auf der anderen Körperseite.

b) männlicher Pseudohermaphroditismus: Hoden vorhanden, aber ohne Spermien; Hormonproduktion schwach männlich, daher Stimme tief, aber Genitale mehr oder weniger weiblich und Bartwuchs schwach.

c) testikuläre Feminisierung: XY-Individuen mit Hoden und normaler Androgen-Produktion; durch eine Mutation auf dem X-Chromosom (Tfm-Locus) ist der Androgen-Rezeptor verändert; die Körperzellen können deshalb nicht auf die Androgene reagieren. Von der fehlenden Scham- und Achselbehaarung abgesehen rein weiblicher Phänotyp!

d) adrenogenitales Syndrom: Vermännlichung durch Hormone der Nebennierenrinde.

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