Lexikon der Biologie

Isoniazid



In menschlichen Zellen wird Isoniazid (INH) relativ schnell durch Acetylierung inaktiviert und schließlich renal ausgeschieden. Nebenwirkungen können die Leber, das Nervensystem, die Haut, die Blutbildung und Blutgerinnung betreffen. Im Nervensystem verursacht INH durch Reaktion mit Pyridoxal einen Mangel an Pyridoxalphosphat. Dadurch werden zahlreiche Enzymreaktionen inhibiert und die Synthese von Neurotransmittern wie GABA (γ-Aminobuttersäure), Serotonin und Catecholaminen reduziert, was zu Psychosen, Krämpfen und Polyneuritis führen kann.

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