Lexikon der Biologie

Kallikreine



Die Fibrinolyse wird durch die sog. Kontaktaktivierung eingeleitet. Dabei lagern sich aktive Faktoren (XIIa oder Kallikrein) am Verletzungsort an und bewirken die gegenseitige Aktivierung von Präkallikrein zu Kallikrein und von Faktor XII zu α-XIIa. Kallikrein spaltet daraufhin unter Freisetzung von Peptidfragmenten u.a. das hochmolekulare Kininogen zu Bradykinin, das wiederum direkt die Freisetzung des gewebsspezifischen Plasminogen-Aktivators (tPA) aus dem Gefäß-Endothel stimuliert und damit die Fibrinolyse fördert. Zusätzlich aktiviert das Plasma-Kallikrein einen 110 kDa-Proaktivator, der anschließend Plaminogen in Plasmin umwandelt, und wandelt den wenig aktiven scu-Plasminogenaktivator in den hochaktiven tcu-Plasminogenaktivator um.

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