Lexikon der Biologie

Kleptocniden



Hinterkiemerschnecken der Familie Aeolidiidae benutzen Kleptocniden zur eigenen Verteidigung. Aus der Nahrung gelangen sie durch den Magen in Fortsätze der Mitteldarmdrüse, die mit einem „Nesselsack“ enden, der in den Spitzen der Rückenanhänge (Cerata) der Schnecken liegt. Die Kleptocniden werden von Zellen des Nesselsacks phagocytiert und bei intensiver mechanischer Reizung ausgestoßen.

Die Rippenqualle Euchlora (= Haeckelia) rubra baut Kleptocniden aus ihrer Nahrung (Hydromedusen) in ihre Tentakel ein.

Kleptocniden finden sich auch bei marinen Strudelwürmern der Gattung Microstomum. Sie gelangen vom Darm über das Parenchym in die Epidermis.

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