{"title":"Knochenmark: Infobox I","body":"<STRONG>Knochenmark<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Beim S&#228;uger beginnt die <I>Blutbildung<\/I> im Knochenmark (medull&#228;re Blutbildung) etwa in der zweiten H&#228;lfte der pr&#228;natalen Entwicklung (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24239'>Fetalentwicklung<\/A>), zuerst besonders im Mark der gro&#223;en R&#246;hrenknochen. Mit fortschreitendem Alter geht das rote Knochenmark zunehmend in gelbes Fettmark &#252;ber, und die Blutbildungsfunktion bleibt nur in den flachen und kleineren Knochen (Hand- und Fu&#223;knochen, Brustbein, Rippen, Wirbelk&#246;rper) sowie in den Enden von Oberarm- und Oberschenkelknochen erhalten. Bei Belastung (z.B. Sauerstoffmangel in gro&#223;en H&#246;hen) kann das Fettmark sich wieder in rotes Knochenmark umwandeln, das dann erneut die Blutbildung aufnimmt. Beim erwachsenen Menschen macht das Knochenmark etwa 4,6% des K&#246;rpergewichts aus. Tumoren einzelner Stammzellen im Knochenmark f&#252;hren zu b&#246;sartigen Bluterkrankungen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/39121'>Leuk&#228;mie<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37305'>Krebs<\/A>). Das Knochenmark reagiert sehr empfindlich auf manche Vergiftungen und Strahlenwirkungen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/49151'>Panmyelopathie<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64101'>Strahlensch&#228;den<\/A>)."}