Lexikon der Biologie

Kohlenmonoxid



Eine akute Kohlenmonoxidvergiftung äußert sich durch Blutdruck- und Pulsveränderungen sowie Hirnschäden; bei hoher Blutsättigung wirkt CO tödlich. Bei chronischer Intoxikation mit CO kommt es zu Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Verwirrtheit, Krämpfen und Übelkeit, außerdem ist die Haut durch Kohlenmonoxidhämoglobin rosarot verfärbt. Der MAK-Wert beträgt 30 ml/m3 bzw. 33 mg/m3.

Endogen gebildetes CO hat offenbar, ähnlich dem Stickstoffmonoxid, im Organismus eine Funktion als gasförmiger Botenstoff und soll die Aktivität von Nervenzellen regulieren. Der direkte Nachweis von CO im Gewebe ist allerdings schwierig. Im Riechzentrum des Gehirns sowie im Riechkolben konnten jedoch große Mengen der Hämoxigenase, die CO aus Häm freisetzt, sowie eine Guanylat-Cyclase, deren Aktivität durch CO modulierbar ist, nachgewiesen werden. CO scheint demnach u.a. bei der Geruchswahrnehmung (Geruchssinn) und beim Auslösen einer Vasodilatation eine Rolle zu spielen.

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