{"title":"Konkurrenzausschluprinzip: Infobox I","body":"<STRONG>Konkurrenzausschlu&#223;prinzip<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>In der Pionierzeit der Konkurrenz-Forschung (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36857'>Konkurrenz<\/A>) haben zahlreiche Autoren im Auskonkurrieren (Ausschlu&#223;) einer unterlegenen <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53119'>Population<\/A> das wichtigste Ergebnis einer Konkurrenzwirkung gesehen. Darin befanden sie sich in &#220;bereinstimmung mit C.R. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16852'>Darwin<\/A>. V. Volterra (1928) und G.F. Gause (1934) haben mit Hilfe eines mathematisch-theoretischen Modells und zahlreicher Laborexperimente eine Regel aufgestellt, nach der 2 Arten, die in ihren Bed&#252;rfnissen zu &#228;hnlich sind, nicht nebeneinander im gleichen Lebensraum coexistieren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/14801'>Coexistenz<\/A>) k&#246;nnen. Die eine Art wird, wenn sie geringf&#252;gig konkurrenz&#252;berlegen ist, die andere verdr&#228;ngen oder zum <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/6266'>Aussterben<\/A> bringen. &#8211; Die bisher strengste Formulierung des Konkurrenzausschlu&#223;prinzips<I> (competitive exclusion principle)<\/I> stammt von Levin (1970): &#8222;In einer Bioz&#246;nose kann so lange kein stabiles Gleichgewicht erreicht werden, solange N Arten durch weniger als N limitierende Faktoren begrenzt werden&#8220;. Damit wird ein wichtiger Gesichtspunkt bez&#252;glich der Auswirkungen von Konkurrenz herausgearbeitet. Die zur Coexistenz notwendigen Unterschiede zwischen den Arten m&#252;ssen sich auf die Nutzung von dichtebegrenzenden Faktoren beziehen. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/47465'>&#246;kologische Nische<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55694'>Rasse<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/63574'>Stellen&#228;quivalenz<\/A>."}