Lexikon der Biologie

Kontrollsystemtheorie



Aus Sicht der Kritiker des Triebkonzepts (Triebhandlung) ist dieses Verfahren besser geeignet, solche Verhaltenskomplexe zu beschreiben, als mit einfachen Regelkreisen (Regelung [Farbtafel]) und negativen (oder positiven) Rückkopplungen (z.B. „Je mehr ich trinke, desto weniger Durst habe ich.“). Homöostatische Triebe (oder besser Handlungs-Bereitschaften) wie „Hunger“ oder „Durst“ sind ihrer Meinung nach wesentlich vielschichtiger als nach dem klassischen Triebkonzept angenommen (Vorauskopplung). Alternativ zum Begriff des Triebs, der von den Kritikern als unklar und verwirrend beschrieben wird, betrachten sie Hunger oder Durst als Vektoren. Durch diesen mathematischen Ansatz ist es möglich, den einzelnen Trieb in Komponenten differenziert aufzuschlüsseln und in Computersimulationen und Diagrammen als multi-vektorielle Größen darzustellen.

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