Lexikon der Biologie

Korallenfische



Viele Korallenfische haben einen hohen, seitlich abgeflachten, oft prächtig gefärbten Körper, wie Schmetterlingsfische (Borstenzähner), Drückerfische, Doktorfische und viele Riffbarsche. Die Färbung dient zum Teil der Partnerbindung und Reviermarkierung, aber auch zur Tarnung durch Konturenauflösung (Gegenschattierung, Somatolyse). Entsprechend der unterschiedlichen Lebensräume im Riff variiert auch die Körperform stark; langgestreckt sind z.B. die Flötenmäuler, Trompetenfische, Seenadeln und Muränen. Oft dienen im Gegensatz zu anderen Fischen Brust-, Rücken- und Afterflossen als Hauptantriebsflossen beim Schwimmen. Überwiegend pflanzlichen Aufwuchs weiden verschiedene Borstenzähner, die Kaninchen- und Doktorfische (i.e.S.) ab; andere ernähren sich von Pflanzen und Tieren; auf Korallenpolypen als Beute sind einige spitzschnauzige Schmetterlingsfische, Papageifische und Kugelfische spezialisiert; letztere können mit ihren kräftigen Zähnen besiedelte Kalkstückchen abbrechen und zerkauen. Eine besondere Form des Zusammenlebens mit Polypen hat die Gattung Anemonenfische der Riffbarsche entwickelt. Fische VIII, Rassen- und Artbildung.

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